La doppia deportazione

Vom Konzentrationslager auf Molat nach Deutschland


In den ersten Monaten des Jahres 1943, wurden 300 internierte Zivilisten – aus den annektierten Gebieten Dalmatiens – vom italienischen Konzentrationslager Molat in das Lager Fertilia überstellt.

Molat

Seit Juni 1942, werden Hunderte Zivilisten aus verschiedenen Gegenden Dalmatiens im Konzentrationslager auf der Insel Molat eingesperrt. Oft erreichen sie Molat, nachdem sie bereits an anderen Orten festgehalten worden sind, entweder in lokalen Gefängnissen oder in Lagern wie Zlarin oder wiederum im Flugzeughangar von Vodice1. In anderen Fällen, werden Zivilisten, die im Rahmen von Razzien entlang der dalmatischen Küste festgenommen wurden, direkt in das Lager Molat gebracht, und zwar mit einem extra dafür vorgesehenen Dampfschiff, die Topola, von der örtlichen Bevölkerung auch “Crna Marica” genannt2.

In Molat herrschen besonders schwierige Lebensbedingungen. In den ersten Monaten besteht das Lager nur aus Zelten, welche die Häftlinge kaum vor Regen und Unwetter schützen. Später werden Baracken gebaut, in denen jeweils mehr als 200 Menschen untergebracht werden. Zeitzeugen berichten von Misshandlungen und schweren körperlichen Züchtigungen seitens der italienischen Wachen. Neben der Nahrungsmittelknappheit, haben sie vor allem den Mangel an Wasser in Erinnerung, das auf einen halben Liter pro Kopf rationiert wurde3.

Zeitweise verschärfte sich die Situation sogar. Mehrere Zeugen berichten, dass im Frühjahr1943 die Lagerverwaltung ungefähr 40 Tage lang die Lieferung von Paketen verwehrte, die Freunde und Verwandte schickten und die den Internierten das Überleben überhaupt ermöglichten. Die Erinnerungen der ehemaligen Häftlinge an jene Wochen ist geprägt von Verzweiflung. Sie erzählen immer wieder davon, dass täglich Menschen an Hunger starben4.

Ab dem Sommer 1943 beginnt man damit, Familienangehörige der Partisanen, sogenannte „Geisel“, als Vergeltungsmaßnahmen für die Aktionen der Widerstandsbewegung, zu erschießen5. Ein Zeuge erinnert sich: „Unser Leben hing immer an einem Faden. Das Gefühl beim Anlegen des Motorboots, das die Geiseln abholte, die erschossen werden sollten, war schrecklich. Von den 2000 Menschen, die sich durchschnittlich im Lager befanden, hörte man keinen einzigen Ton. Alle sahen in diesem Boot, das Fahrzeug, das sie zur Hinrichtung bringen würde. Erst als das Boot wieder mit den zur Erschießung bestimmten Opfern weggefahren war, kehrte langsam Leben unter jene zurück, die im Lager geblieben waren – allerdings nur um wenige Tage später dasselbe nochmal durchmachen zu müssen, wenn das Motorboot wieder kommen würde, um neue Opfer mitzunehmen“6.

Fertilia

Die 300 von Molat nach Fertilia deportierten Häftlinge gelangen in zwei Phasen nach Sardinien: Der erste Transport erreicht die Insel mit 75 Zivilisten am 21. Januar 1943. Die zweite Gruppe, bestehend aus 275 Häftlinge, verlässt Molat zwischen dem 8. und dem 9. März und erreicht Fertilia am 23. desselben Monats7. Sie werden zur Zwangsarbeit im Dienste des sardischen Amts für ländliche Entwicklung eingesetzt (Ente sardo di colonizzazione), insbesondere beim Straßenbau oder bei landwirtschaftlichen Arbeiten im Rahmen der Trockenlegung von Gewässern.


Die Internierten werden in militärischen Materiallagern untergebracht, die als Internierungslager umfunktioniert wurden. Sie werden auf zwei große Baracken verteilt8. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen sind alles andere als gut. Die Unterkünfte sind dermaßen schlecht ausgestattet, dass die Gefangenen auf dem nackten Betonboden schlafen müssen. Die Essensrationen sind extrem knapp und bestehen nur aus einem kleinen Stück Brot, Wasser und ein paar Bohnen9.

Die Internierten, deren physische Verfassung bereits von der vorherigen Gefangenschaft auf Molat beeinträchtigt ist, beschweren sich außerdem über das brutale Verhalten einiger Wachen, die häufig eine Reitpeitsche einsetzen, wenn jemand etwas länger braucht, um aufzustehen.

Ein Zeitzeuge erinnert sich daran, wie die Häftlinge gezwungen wurden, „die Weinberge zu beackern, die Wiesen zu mähen, die mit Malariaerregern verseuchten Wassergräben zu reinigen, Munition und Treibstoff auszuladen und zu verstecken“. Gearbeitet wird in der Nähe des Flughafens und anderer Militäreinrichtungen, die oft Ziel alliierter Luftangriffe sind. Außer der Gefahr, auf diese Weise ums Leben zu kommen – was besonders zu Beginn des Sommers akut wird – sind die Häftlinge bei der Arbeit der Malaria ausgesetzt. Für die Erkrankten gibt es im Lager weder Heilmittel noch medizinische Versorgung10.


Denjenigen Inhaftierten, die die Arbeit verweigern, sei es weil sie krank sind oder weil ihnen aufgrund der Nahrungsknappheit die Kraft dazu fehlt, steht noch weniger oder gar nichts mehr zu essen zu11. Während der Empfang von Lebensmittelpaketen untersagt ist, ist es bis zu einem gewissen Zeitpunkt noch gestattet, sich Geld von zu Hause schicken zu lassen, worauf einige Wachen einen lukrativen Schleichhandel aufbauen: Sie verkaufen innerhalb des Lagers Lebensmittel zu extrem hohen Preisen12. Einigen Zeugenberichten zufolge, kam es gelegentlich auch zu sexuellen Übergriffen des Wachpersonals gegenüber jüngeren Häftlingen13.

Die 300 aus Dalmatien deportierten Zivilisten verbleiben im Lager Fertilia bis Juli 1943, als die Italiener – infolge der Landung der Alliierten auf Sizilien – entscheiden, alle Häftlinge von Sardinien auf das Festland zu überstellen.

Im Hinblick auf diese Übersiedlung beklagt sich die Befehlsstelle der Streitkräfte gegenüber des sardischen Amts für ländliche Entwicklung über den „jämmerlichen Zustand [der Internierten], der einen erbärmlichen Anblick bietet. Sie sind nackt, barfuß, einige tragen nur eine Art Unterhose, die sie aus dem Überzug ihrer Strohmatratzen zusammengebunden haben“14.

Am 26. Juli 1943, am Tag nach der Verhaftung Mussolinis, werden die politischen Gefangenen letztlich vom Arbeitslager Fertilia in die Toskana und genauer ins Konzentrationslager Renicci d’Anghiari bei Arezzo, verlegt.

Renicci

Das Lager Renicci ist seit Oktober 1942 in Betrieb und wird von der 2. Armee der italienischen Streitkräfte verwaltet. Im Juli 1943 sind 3.888 Zivilisten im Lager eingesperrt, wovon die Mehrheit über andere Lager (wie Rab, Gonars, Chiesanuova, etc.) dorthin gelangt ist.
Obwohl die Gefangenen auch in Renicci hungern, werden in den meisten Zeugenberichten die Lebensbedingungen im neuen Lager positiver beschrieben als die in den beide Lagern davor (Molat und Fertilia): Zum einen wird auf echten Betten geschlafen, zum anderen ist man zur Arbeit nicht gezwungen, sondern kann sich freiwillig melden. Außerdem, ist die Behandlung seitens der Wachen nicht so streng und es wird auch von weniger Übergriffen berichtet15.

Nach dem Sturz Mussolinis am 25. Juli 1943 und während der darauffolgenden 45 Tage der Regierung Badoglio, fordern die Häftlinge von Renicci mehrmals die Auflösung des Lagers. Diese Anträge werden jedoch vom Lagerkommandanten, dem Oberst Pistone – u.a. wegen Anordnungen von höheren Stellen – immer wieder abgelehnt. Selbst nach dem 8. September, als der Waffenstillstand zwischen Italien und den Alliierten verkündet wird, weigert sich der Kommandant weiterhin die Tore zu öffnen. Um einen Aufstand zu unterdrücken, schießen die italienischen Wachen am 9. September auf die Gefangenen und verletzen vier von ihnen.

Erst am 14. September 1943, als die italienischen Militärs beim Anblick einer deutschen Patrouille das Lager in aller Eile verlassen, gelingt es den meisten Häftlingen aus Renicci zu fliehen.

Viele von ihnen schließen sich, nach einigen Tagen auf der Flucht, den örtlichen Partisanen an. Andere durchqueren die Front, erreichen den Teil Italiens, der unter der Kontrolle der Alliierten steht, und kehren schließlich über den Seeweg nach Jugoslawien zurück, wo sie zu den Gruppen Titos stoßen16.

Allerdings finden nicht alle ehemaligen Häftlinge von Renicci Rettung. 700 von ihnen werden in den Tagen unmittelbar nach der Flucht aus dem Lager von den deutschen Truppen in den Umgebungen von Anghiari aufgegriffen17. Sie werden zunächst wieder ins Lager gebracht und dann am 23. September in einem Güterzug nach Deutschland abtransportiert.

Ein Zeuge berichtet vom Leid dieser Tage: “Nach der Kapitulation Italiens, und zwar um genauer zu sein am 14. September 1943, erfuhren wir, dass die Deutschen sich dem Lager näherten und so sind wir Häftlinge in alle Richtungen geflohen. Eigentlich sind die italienischen Wachen noch vor uns geflohen, und als wir sie gesehen haben, wie sie ihre Posten verlassen, sind wir praktisch mit ihnen zeitgleich geflohen […]. 120 von uns haben sich auf den Weg nach Ancona gemacht. Da haben uns aber einige italienische Zivilisten gesagt, dass wir es in so einer großen Gruppe schwer haben würden durchzukommen. Sie haben uns geraten, uns lieber in kleinere Gruppen aufzuteilen, was wir dann auch getan haben. In meiner Gruppe waren, außer mir, zwölf weitere Personen, sechs aus Zaton und sechs Slowenen. Wir sind 46 Tage zusammen umhergezogen, bis uns die Deutschen dann doch gefasst und nach Triest gebracht haben18.

Andere Zeugenberichte gehen näher auf die Rolle der italienischen Sicherheitskräfte nach dem Waffenstillstand ein: “Ich war krank und so bin ich nach zwei, drei Tagen, an denen ich mich außerhalb des Lagers herumtrieb, von den Faschisten und den Carabinieri wieder aufgegriffen worden. Sie haben mich zurück ins Lager gebracht, wo ich weitere 15 Tage geblieben bin. Dann haben die Faschisten und die Carabinieri das Lager den Deutschen übergeben“19.

Die Verlegung nach Deutschaland

Die genauen Umstände des Transports, mit dem die von den Deutschen gefangengenommenen Internierten aus Renicci deportiert wurden, sind nach wie vor nicht ganz klar. Den Aussagen des Zeitzeugen Stojan Trošt nach20, handelt es sich bei den “zweifach Deportierten” aus Renicci um 700 Personen, von denen die meisten nach Buchenwald gelangen21. Durch den Abgleich verschiedener Quellen, haben wir in unserer Datenbank die genauen Wege, von ca. 400 aus Renicci deportierten Personen nachvollziehen können, wovon ca. 30 davor bereits im Lager in Fertilia gewesen waren.

Viele finden schon während der ersten Monate nach der Deportation den Tod – nicht zuletzt aufgrund des schlechten gesundheitlichen Zustands, der auf die vorangegangene Gefangenschaft in den Lagern Molat und Fertilia zurückzuführen ist. Zu diesen Opfern zählen, unter anderen, Mirko Bilić geboren am 27.10.1922 in Betina (Kroatien) und am 08.01.1944 in Buchenwald gestorben; Jovan Ercegović, geboren am 18.05.1923 in Rogoznica (Sibenik) und am 31.01.1944 in Dora gestorben; Josip Friganović geboren am 12.03.1025 in Sibenik und am 21.03.1944 in Dora gestorben; Klement Jakovčev geboren am 27.08.1902 in Betina und am 30.11.1943 in Dora gestorben; Niko Lokas geboren am 26.01.1922 in Raslina (Sibenik) und am 30.01.1944 in Dora gestorben; Ante Maraca geboren am 01.06.1923 in Tisno und am 19.12.1943 in Dora gestorben; Jerko Marinov geboren am 30.09.1904 in Primosten und am 01.01.1944 in Dora gestorben; Ante Tomas geboren am 21.05.1907 in Betina und am 10.01.1944 in Dora gestorben; sowie Mate Zivkovic am 22.09.1906 in Raslina (Sibenik) geboren und am 27.01.1944 in Laura gestorben.

Aus den Zeugenberichten und anderen Dokumenten geht hervor, dass die Zivilisten, die aus dem Lager Fertilia stammten, nicht nur nach Buchenwald und in seine Nebenlager, sondern auch andernorts deportiert wurden, wie etwa nach Flossenbürg, Auschwitz, Bergen-Belsen, Dachau oder Lublin22. Einer der Zeugen erinnert sich beispielsweise an das Konzentrationslager Sachsenhausen und an eins bei Hamburg (wahrscheinlich Neuengamme)23. Einige landen in Moosburg – ein Kriegsgefangenenlager, bekannt unter der Bezeichnung Stalag VII-A, von wo aus die Gefangenen regelmäßig zur Arbeit ausrücken müssen, um die Straßen von den Trümmern der Luftanschläge zu räumen, insbesondere im nahegelegenen München. Die Arbeit ist sehr hart und die Nahrung unzureichend. Aber die Häftlinge profitieren von dem Umstand, dass es sich um ein Kriegsgefangenenlager handelt: Sie werden beispielsweise mit Lebensmittelpaketen des US-amerikanischen Roten Kreuzes versorgt. Die Hoffnung dort zu überleben ist dementsprechend größer als anderswo. Ende April 1945 wird das Lager von den amerikanischen Truppen befreit und einigen von der zweifachen – italienischen und deutschen – Deportation betroffenen Häftlingen, gelingt es zwischen Juni und August 1945 nach Jugoslawien zurückzukehren24.

Verfasst von: Andrea Giuseppini und Marco Abram (2018)

Anmerkung 1
Aussage von Ante Ševerdija und Jakov Pesić, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaborateure begangenen Verbrechen], br. fonda 110, br. Fascike 424; Aussage von Dice Dean, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaborateure begangenen Verbrechen], br. fonda 110, br. Fascike 738.
Anmerkung 2
In Anlehnung an „Black Maria“, umgangssprachliche Bezeichnung für Polizeiwagen.Ausssagen von Joakim Kulušić u.a., Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaborateure begangenen Verbrechen], br. fonda 110, br. Fascike 488. Nach der italienischen Besetzung wird das Schiff beschlagnahmt und in “Ammiraglio Viotti” umbenannt.
Anmerkung 3
Aussage von Joso Cvitan, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen], br. fonda 110, br. Fascike 367.
Anmerkung 4

Aussage von Ante Ševerdija, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen]br. fonda 110, br. Fascike 424; Aussage von Joakim Kulušić und anderen, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen]br. fonda 110, br. Fascike 488.


Anmerkung 5

Narcisa Lengel Krizman, “Koncentrancioni logori Talijanskog okupatora u Dalmaciju i Hrvatskom primorju (1941-1943)”, Povijesni prilozi, 1983, Band 2, Nr. 2, SS 56-257.


Anmerkung 6
Aussage von Jakov Pesić, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen] br. fonda 110, br. Fascike 424; Aussage von Joso Cvitan, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen] br. fonda 110, br. Fascike 367.
Anmerkung 7

Aussage von Petar Bilušić, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen]br. fonda 110, br. Fascike 424; Aussage von Ante Ježina, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen]br. fonda 110, br. Fascike488; Agentur Laore, Bestand Ente sardo di colonizzazione [sardisches Amt für ländliche Entwicklung], Liste der Zivilgefangenen in Fertilia; erste Gruppe; Agentur Laore, Bestand Ente sardo di colonizzazione [sardisches Amt für ländliche Entwicklung]; Liste der Zivilgefangenen in Fertilia; zweite Gruppe.


Anmerkung 8
Aussage von Petar Bilušić, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen] br. fonda 110, br. Fascike 424.
Anmerkung 9
Aussage von Joakim Kulušić und anderen. Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen] br. fonda 110, br. Fascike 488.
Anmerkung 10
Aussage von Petar Bilušić, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen] br. fonda 110, br. Fascike 424.
Anmerkung 11
Aussage von Joakim Kulušić und anderen. Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen] br. fonda 110, br. Fascike 488; Aussage von Petar Bilušić, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen] br. fonda 110, br. Fascike 424.
Anmerkung 12
Aussage von Petar Bilušić, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen] br. fonda 110, br. Fascike 424; Aussage von Joakim Kulušić und anderen, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen] br. fonda 110, br. Fascike 488.
Anmerkung 13

Aussage von Petar Bilušić, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen]br. fonda 110, br. Fascike424.


Anmerkung 14
Agentur Laore, Bestand Ente sardo di colonizzazione [sardisches Amt für ländliche Entwicklung], Zivilgefangene in Fertilia. Anstehender Transport.
Anmerkung 15
Aussagen von Petar Bilušić und Ante Ševerdija, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen] br. fonda 110, br. Fascike 424; Aussagen von Joakim Kulušić und anderen sowie von Ljubo Gulam, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen] br. fonda 110, br. Fascike 488.
Anmerkung 16
Aussage von Ante Ševerdija, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen] br. fonda 110, br. Fascike 424.
Anmerkung 17
Die Zahl 700 ist dem Werk von Carlo Spartaco Capogrego, I campi del duce [Die Lager Mussolinis], Turin 2004, S. 261, entnommen. In unserer Datenbank sind die Namen von knapp 400 jugoslawischer Gefangenen verzeichnet, die aus dem Lager Renicci nach Deutschland deportiert wurden. Von ihnen kamen ca. 30 aus Fertilia. Der genaue Ablauf des Transports ist noch nicht geklärt.
Anmerkung 18

Aussage von Petar Bilušić, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen]br. fonda 110, br. Fascike 424.


Anmerkung 19
Aussage von Ljubo Gulam, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen] br. fonda 110, br. Fascike 488.
Anmerkung 20
Vgl. Carlo Spartaco Capogreco: Renicci. Un campo di concentramento in riva al Tevere [Renicci ein Konzentrationslager am Tiberufer], Mailand, 2003.
Anmerkung 21

Auch Branko Petričević berichtet von ca. 700 deportierten Häftlingen. Laut seinen Aussagen wurden diese zunächst in ein Nürnberger Konzentrationslager gebracht, wo sie 14 Tage verbrachten, um dann alle zusammen nach Flossenbürg abtransportiert zu werden. Vgl. den Text “Montenerinische Deportierte: vom Lager auf Ponza in die deutschen Konzentrationslager”.


Anmerkung 22

International Tracing Service ITS, Bad Arolsen, DE ITS 0.1 Archivnummer  39126004;DE ITS 0.1 Archivnummer  23757790; DE ITS 0.1 Archivnummer 52582952; DE ITS  1.1.5.3  Archivnummer  5692300, DE ITS  1.1.5.3 Archivnummer 6524539; DE ITS  1.1.5.3 Archivnummer 7129598.


Anmerkung 23
Aussage von Ljubo Gulam, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen] br. fonda 110, br. Fascike 488.
Anmerkung 24

Aussagen von Ivo Bokan und anderen sowie von Ive bili, Archiv Jugoslawiens, Belgrad, Državna komisija za utvrđivanje zločina okupatora i njihovih pomagača [Staatsausschuss zur Ermittlung der durch die Besatzer und ihre Kollaboratuere begangenen Verbrechen]br. fonda 110, br. Fascike488.


AEL Arbeitserziehungslager

Die  Arbeitserziehungslager (AEL) wurden von der Gestapo ab 1940 mit dem Ziel eingerichtet,  Personen “umzuerziehen”, die der Industriesabotage angeklagt, oder aus irgend einem anderen Grund für “arbeitsunwillig” gehalten wurden. In der Tat waren diese Lager auch ein Mittel zur Ausbeutung der Zwangsarbeit. Man hat ausgerechnet, dass in Italien und in den Besetzungsgebieten circa 200 Arbeitserziehungslager in Funktion gewesen sind und dass dort circa 500-tausend Personen gefangen waren. 

Bau-und Arbeits Battallion B.A.B.
Während des Zweiten Weltkrieges bildeten die Deutschen Einheiten Kriegsgefangener, genannt Bau-und Arbeitsbatallion (abgekürzt B.A.B.).
Die B.A.B. bestanden durchschnittlich aus 600 Arbeitsgefangenen. Die Besonderheit dieser Einheiten lag in ihrer Mobilität: Im Gegensatz zu den StaLag Gefangenen waren sie nicht einem spezifischen Ort bestimmt, sondern wurden je nach Bedarf versetzt.
I.G. Farben
Die I.G. (Interessen-Gemeinschaft) Farben wurde 1925 durch die Zusammenlegung verschiedener deutscher Industrien gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges war sie der führende Chemie Konzern NS-Deutschlands. Die I.G. Farben ist unter den Betrieben gewesen, die am meisten auf Zwangsarbeit zurückgegriffen haben, insbesondere beim Bau der Anlagen in Auschwitz. Die Führungskräfte der I.G. Farben waren unter den Angeklagten des Nürnberger Prozesses 1947/48. Zu Kriegsende beschlossen die Alliierten den Konzern zu zerstückeln, indem sie die Firmen, aus denen er ursprünglich bestand, neu gründeten.
Kriegsgefangenen Arbeitskommando
Die Arbeitskommandos waren Arbeitslager für Kriegsgefangene der Deutschen. In der Regel bestanden sie aus einigen hundert Gefangenen und befanden sich nahe der Arbeitsstätten (Fabriken, Minen, Landwirtschaft). Die Verwaltung war einem StaLag (Kriegsgefangenenlager) anvertraut. Von einem StaLag konnten bis zu mehrere Hundert Arbeitskommandos abhängen. Die Arbeitskommandos für allieerte Kriegsgefangene wurden regelmäßig von Vertretern des Roten Kreuzes besucht.
Ispettorato Militare del Lavoro (Militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht)
Das Ispettorato Militare del Lavoro war eine militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht, die 1943 mit dem Zweck gegründet worden ist, Arbeiter für den Bau von Abwehreinrichtungen zum Schutze der Italienischen Sozialrepubblik (RSI) zu rekrutieren und die Schäden der Luftangriffe zu reparieren. Auch nach dem Namen des Begründers und Kommandanten “Organizzazione Paladino” bekannt, erfasste das Ispettorato Militare del Lavoro einige zentausend Männer und arbeitete eng mit den Deutschen zusammen, bisweilen direkt in ihrem im Dienst.
Organisation Todt
Die Organisation Todt wurde Ende der 30-er Jahre in Deutschland zur Einordnung der Arbeitskraft für den Bau militärischer Einrichtungen geschaffen. Bis zu seinem Tod (1942) vom Begründer Fritz Todt geleitet, wurde die Organisation während des Krieges zur
Ausbeutung der Zwangsarbeit in den von den Deutschen besetzten Gebeieten eingesetzt. In Italien spielte die Organisation Todt eine grundlegende Rolle in der Erbauung der am Appennin entlang führenden Verteidigungslinien und setzte dazu zentausende Männer ein.
Paladino Francesco
Francesco Paladino wurde 1890 in Scilla bei Reggio Calabria geboren und meldete sich 1907 freiwillig bei den Telegrafistentruppen. 1908 zum Unteroffizier ernannt, nahm er mit diesem Dienstgrad am Tripoliskrieg teil. 1914 wurde er zum Leutnant befördert und während des Ersten Weltrkrieges zum Hauptmann. Er blieb in der Armee und wurde 1932 Oberleutnant. 1936 nahm er am Abessinienkrieg teil, im Laufe dessen er zum Oberst ernannt wurde.
Im Rahmen des Zweiten Weltkrieges kämpfte Paladino auf der Griechisch-Italienischen Front. Bei der Rückkehr wurde er dem Bozener Korps zugeteilt. 1942 zum Brigadengeneral befördert, trat er nach dem Waffenstillstand der Italienischen Sozialrepublik (RSI) bei, für die er das Ispettorato Militare del Lavoro schuf.
1945 trat Paladino in den Ruhestand, 1970 verlieh man ihm den Ehrengrad des Divisionsgenerals.
Francesco Paladino starb 1974.
Sauckel Fritz
Fritz Sauckel, geboren 1894, war ein NSDAP-Gauleiter. 1942 wurde er zum Generalbevollmächtigten der Zwangsarbeit in allen deutschen Besetzungsgebieten ernannt. De facto war er also für die Rekrutierung und den Einsatz der Zwangsarbeiter verantwortlich. In Italien versuchte seine Organisation mit spärlichen Erfolg hunderttausende Menschen ins Reich abzuschleppen. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt, das Todesurteil wurde 1946 vollzogen.
Speer Albert

Albert Speer, geboren 1905, war ein Architekt, der eine hervorragende persönliche Beziehung zu Hitler hatte. Er war zwar kein glühender Nazi, dennoch war er der Schöpfer der Parteiparaden und genoss dadurch die Achtung und das Vertrauen des Führers. Nach Fritz Todts Tod, wurde er 1942 zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition ernannt, der die Organisation Todt unterstand. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt und zu zwanzig Jahre Haft verurteilt. Er ist 1981 in London gestorben.

Stalag
Deutsches Kriegsgefangenenlager. Die Lebesbedingungen in den StaLag waren je nach Nationalität der Gefangenen (Alliierte, Sowjetbürger, italienische Militärinternierte usw.) sehr unterschiedlich.
Todt Fritz
Fritz Todt war ein deutscher Ingenieur, der in den 30-er Jahren für die Erbauung des von Hitler gewollten Autobahnsystems verantwortlich war. Am Ende der 30-er gründete er die Organisation Todt mit der Zielsetzung, Zwangsarbeitskraft für den Bau der Verteidigungslinien entlang der Grenze mit Frankreich zu liefern. Während des Krieges leitete seine Organisation den Einsatz der Zwangsarbeit in den Besetzungsgebieten. Er starb 1942 in einem Flugunfall.
Gemeinschaftslager
Die Gemeinschaftslager sowie die Wohnlager waren unbeaufsichtigte Lager für ausländische Arbeiter, während die Arbeitslager unter Aufsicht standen. Zumeist wird nur für letztere der Begriff der Zwangsarbeit verwendet, aber izwischen neigen die Historiker dazu das Bedeutungsfeld entschiedenen zu revidieren und den Begriff auf Arbeitsverhältinsse, die nur förmlich freiwillig aber de facto Zwangarbeit waren, zu erweitern. Die gegenwärtige Historikerdebatte geht in die Richtung den Begriff der Zwangarbeit durch folgende drei Merkmale zu definieren:
- Die rechtliche Unmöglichkeit für den Arbeiter das Arbeitsverhältnis zu beenden
- Die begrenzten Möglichkeiten Einfluss auf die eigenen Arbeitsbedingungen zu nehmen
- Eine hohe Sterberate als Hinweis auf eine überdurschnittliche Arbeitslast gleichzeitiger Unterernährung.
Siehe [https://www.bundesarchiv.de/zwangsarbeit/geschichte/auslaendisch/begriffe/index.html]
AEL Arbeitserziehungslager

Die  Arbeitserziehungslager (AEL) wurden von der Gestapo ab 1940 mit dem Ziel eingerichtet,  Personen “umzuerziehen”, die der Industriesabotage angeklagt, oder aus irgend einem anderen Grund für “arbeitsunwillig” gehalten wurden. In der Tat waren diese Lager auch ein Mittel zur Ausbeutung der Zwangsarbeit. Man hat ausgerechnet, dass in Italien und in den Besetzungsgebieten circa 200 Arbeitserziehungslager in Funktion gewesen sind und dass dort circa 500-tausend Personen gefangen waren. 

Bau-und Arbeits Battallion B.A.B.
Während des Zweiten Weltkrieges bildeten die Deutschen Einheiten Kriegsgefangener, genannt Bau-und Arbeitsbatallion (abgekürzt B.A.B.).
Die B.A.B. bestanden durchschnittlich aus 600 Arbeitsgefangenen. Die Besonderheit dieser Einheiten lag in ihrer Mobilität: Im Gegensatz zu den StaLag Gefangenen waren sie nicht einem spezifischen Ort bestimmt, sondern wurden je nach Bedarf versetzt.
I.G. Farben
Die I.G. (Interessen-Gemeinschaft) Farben wurde 1925 durch die Zusammenlegung verschiedener deutscher Industrien gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges war sie der führende Chemie Konzern NS-Deutschlands. Die I.G. Farben ist unter den Betrieben gewesen, die am meisten auf Zwangsarbeit zurückgegriffen haben, insbesondere beim Bau der Anlagen in Auschwitz. Die Führungskräfte der I.G. Farben waren unter den Angeklagten des Nürnberger Prozesses 1947/48. Zu Kriegsende beschlossen die Alliierten den Konzern zu zerstückeln, indem sie die Firmen, aus denen er ursprünglich bestand, neu gründeten.
Kriegsgefangenen Arbeitskommando
Die Arbeitskommandos waren Arbeitslager für Kriegsgefangene der Deutschen. In der Regel bestanden sie aus einigen hundert Gefangenen und befanden sich nahe der Arbeitsstätten (Fabriken, Minen, Landwirtschaft). Die Verwaltung war einem StaLag (Kriegsgefangenenlager) anvertraut. Von einem StaLag konnten bis zu mehrere Hundert Arbeitskommandos abhängen. Die Arbeitskommandos für allieerte Kriegsgefangene wurden regelmäßig von Vertretern des Roten Kreuzes besucht.
Ispettorato Militare del Lavoro (Militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht)
Das Ispettorato Militare del Lavoro war eine militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht, die 1943 mit dem Zweck gegründet worden ist, Arbeiter für den Bau von Abwehreinrichtungen zum Schutze der Italienischen Sozialrepubblik (RSI) zu rekrutieren und die Schäden der Luftangriffe zu reparieren. Auch nach dem Namen des Begründers und Kommandanten “Organizzazione Paladino” bekannt, erfasste das Ispettorato Militare del Lavoro einige zentausend Männer und arbeitete eng mit den Deutschen zusammen, bisweilen direkt in ihrem im Dienst.
Organisation Todt
Die Organisation Todt wurde Ende der 30-er Jahre in Deutschland zur Einordnung der Arbeitskraft für den Bau militärischer Einrichtungen geschaffen. Bis zu seinem Tod (1942) vom Begründer Fritz Todt geleitet, wurde die Organisation während des Krieges zur
Ausbeutung der Zwangsarbeit in den von den Deutschen besetzten Gebeieten eingesetzt. In Italien spielte die Organisation Todt eine grundlegende Rolle in der Erbauung der am Appennin entlang führenden Verteidigungslinien und setzte dazu zentausende Männer ein.
Paladino Francesco
Francesco Paladino wurde 1890 in Scilla bei Reggio Calabria geboren und meldete sich 1907 freiwillig bei den Telegrafistentruppen. 1908 zum Unteroffizier ernannt, nahm er mit diesem Dienstgrad am Tripoliskrieg teil. 1914 wurde er zum Leutnant befördert und während des Ersten Weltrkrieges zum Hauptmann. Er blieb in der Armee und wurde 1932 Oberleutnant. 1936 nahm er am Abessinienkrieg teil, im Laufe dessen er zum Oberst ernannt wurde.
Im Rahmen des Zweiten Weltkrieges kämpfte Paladino auf der Griechisch-Italienischen Front. Bei der Rückkehr wurde er dem Bozener Korps zugeteilt. 1942 zum Brigadengeneral befördert, trat er nach dem Waffenstillstand der Italienischen Sozialrepublik (RSI) bei, für die er das Ispettorato Militare del Lavoro schuf.
1945 trat Paladino in den Ruhestand, 1970 verlieh man ihm den Ehrengrad des Divisionsgenerals.
Francesco Paladino starb 1974.
Sauckel Fritz
Fritz Sauckel, geboren 1894, war ein NSDAP-Gauleiter. 1942 wurde er zum Generalbevollmächtigten der Zwangsarbeit in allen deutschen Besetzungsgebieten ernannt. De facto war er also für die Rekrutierung und den Einsatz der Zwangsarbeiter verantwortlich. In Italien versuchte seine Organisation mit spärlichen Erfolg hunderttausende Menschen ins Reich abzuschleppen. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt, das Todesurteil wurde 1946 vollzogen.
Speer Albert

Albert Speer, geboren 1905, war ein Architekt, der eine hervorragende persönliche Beziehung zu Hitler hatte. Er war zwar kein glühender Nazi, dennoch war er der Schöpfer der Parteiparaden und genoss dadurch die Achtung und das Vertrauen des Führers. Nach Fritz Todts Tod, wurde er 1942 zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition ernannt, der die Organisation Todt unterstand. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt und zu zwanzig Jahre Haft verurteilt. Er ist 1981 in London gestorben.

Stalag
Deutsches Kriegsgefangenenlager. Die Lebesbedingungen in den StaLag waren je nach Nationalität der Gefangenen (Alliierte, Sowjetbürger, italienische Militärinternierte usw.) sehr unterschiedlich.
Todt Fritz
Fritz Todt war ein deutscher Ingenieur, der in den 30-er Jahren für die Erbauung des von Hitler gewollten Autobahnsystems verantwortlich war. Am Ende der 30-er gründete er die Organisation Todt mit der Zielsetzung, Zwangsarbeitskraft für den Bau der Verteidigungslinien entlang der Grenze mit Frankreich zu liefern. Während des Krieges leitete seine Organisation den Einsatz der Zwangsarbeit in den Besetzungsgebieten. Er starb 1942 in einem Flugunfall.
Gemeinschaftslager
Die Gemeinschaftslager sowie die Wohnlager waren unbeaufsichtigte Lager für ausländische Arbeiter, während die Arbeitslager unter Aufsicht standen. Zumeist wird nur für letztere der Begriff der Zwangsarbeit verwendet, aber izwischen neigen die Historiker dazu das Bedeutungsfeld entschiedenen zu revidieren und den Begriff auf Arbeitsverhältinsse, die nur förmlich freiwillig aber de facto Zwangarbeit waren, zu erweitern. Die gegenwärtige Historikerdebatte geht in die Richtung den Begriff der Zwangarbeit durch folgende drei Merkmale zu definieren:
- Die rechtliche Unmöglichkeit für den Arbeiter das Arbeitsverhältnis zu beenden
- Die begrenzten Möglichkeiten Einfluss auf die eigenen Arbeitsbedingungen zu nehmen
- Eine hohe Sterberate als Hinweis auf eine überdurschnittliche Arbeitslast gleichzeitiger Unterernährung.
Siehe [https://www.bundesarchiv.de/zwangsarbeit/geschichte/auslaendisch/begriffe/index.html]
AEL Arbeitserziehungslager

Die  Arbeitserziehungslager (AEL) wurden von der Gestapo ab 1940 mit dem Ziel eingerichtet,  Personen “umzuerziehen”, die der Industriesabotage angeklagt, oder aus irgend einem anderen Grund für “arbeitsunwillig” gehalten wurden. In der Tat waren diese Lager auch ein Mittel zur Ausbeutung der Zwangsarbeit. Man hat ausgerechnet, dass in Italien und in den Besetzungsgebieten circa 200 Arbeitserziehungslager in Funktion gewesen sind und dass dort circa 500-tausend Personen gefangen waren. 

Bau-und Arbeits Battallion B.A.B.
Während des Zweiten Weltkrieges bildeten die Deutschen Einheiten Kriegsgefangener, genannt Bau-und Arbeitsbatallion (abgekürzt B.A.B.).
Die B.A.B. bestanden durchschnittlich aus 600 Arbeitsgefangenen. Die Besonderheit dieser Einheiten lag in ihrer Mobilität: Im Gegensatz zu den StaLag Gefangenen waren sie nicht einem spezifischen Ort bestimmt, sondern wurden je nach Bedarf versetzt.
I.G. Farben
Die I.G. (Interessen-Gemeinschaft) Farben wurde 1925 durch die Zusammenlegung verschiedener deutscher Industrien gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges war sie der führende Chemie Konzern NS-Deutschlands. Die I.G. Farben ist unter den Betrieben gewesen, die am meisten auf Zwangsarbeit zurückgegriffen haben, insbesondere beim Bau der Anlagen in Auschwitz. Die Führungskräfte der I.G. Farben waren unter den Angeklagten des Nürnberger Prozesses 1947/48. Zu Kriegsende beschlossen die Alliierten den Konzern zu zerstückeln, indem sie die Firmen, aus denen er ursprünglich bestand, neu gründeten.
Kriegsgefangenen Arbeitskommando
Die Arbeitskommandos waren Arbeitslager für Kriegsgefangene der Deutschen. In der Regel bestanden sie aus einigen hundert Gefangenen und befanden sich nahe der Arbeitsstätten (Fabriken, Minen, Landwirtschaft). Die Verwaltung war einem StaLag (Kriegsgefangenenlager) anvertraut. Von einem StaLag konnten bis zu mehrere Hundert Arbeitskommandos abhängen. Die Arbeitskommandos für allieerte Kriegsgefangene wurden regelmäßig von Vertretern des Roten Kreuzes besucht.
Ispettorato Militare del Lavoro (Militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht)
Das Ispettorato Militare del Lavoro war eine militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht, die 1943 mit dem Zweck gegründet worden ist, Arbeiter für den Bau von Abwehreinrichtungen zum Schutze der Italienischen Sozialrepubblik (RSI) zu rekrutieren und die Schäden der Luftangriffe zu reparieren. Auch nach dem Namen des Begründers und Kommandanten “Organizzazione Paladino” bekannt, erfasste das Ispettorato Militare del Lavoro einige zentausend Männer und arbeitete eng mit den Deutschen zusammen, bisweilen direkt in ihrem im Dienst.
Organisation Todt
Die Organisation Todt wurde Ende der 30-er Jahre in Deutschland zur Einordnung der Arbeitskraft für den Bau militärischer Einrichtungen geschaffen. Bis zu seinem Tod (1942) vom Begründer Fritz Todt geleitet, wurde die Organisation während des Krieges zur
Ausbeutung der Zwangsarbeit in den von den Deutschen besetzten Gebeieten eingesetzt. In Italien spielte die Organisation Todt eine grundlegende Rolle in der Erbauung der am Appennin entlang führenden Verteidigungslinien und setzte dazu zentausende Männer ein.
Paladino Francesco
Francesco Paladino wurde 1890 in Scilla bei Reggio Calabria geboren und meldete sich 1907 freiwillig bei den Telegrafistentruppen. 1908 zum Unteroffizier ernannt, nahm er mit diesem Dienstgrad am Tripoliskrieg teil. 1914 wurde er zum Leutnant befördert und während des Ersten Weltrkrieges zum Hauptmann. Er blieb in der Armee und wurde 1932 Oberleutnant. 1936 nahm er am Abessinienkrieg teil, im Laufe dessen er zum Oberst ernannt wurde.
Im Rahmen des Zweiten Weltkrieges kämpfte Paladino auf der Griechisch-Italienischen Front. Bei der Rückkehr wurde er dem Bozener Korps zugeteilt. 1942 zum Brigadengeneral befördert, trat er nach dem Waffenstillstand der Italienischen Sozialrepublik (RSI) bei, für die er das Ispettorato Militare del Lavoro schuf.
1945 trat Paladino in den Ruhestand, 1970 verlieh man ihm den Ehrengrad des Divisionsgenerals.
Francesco Paladino starb 1974.
Sauckel Fritz
Fritz Sauckel, geboren 1894, war ein NSDAP-Gauleiter. 1942 wurde er zum Generalbevollmächtigten der Zwangsarbeit in allen deutschen Besetzungsgebieten ernannt. De facto war er also für die Rekrutierung und den Einsatz der Zwangsarbeiter verantwortlich. In Italien versuchte seine Organisation mit spärlichen Erfolg hunderttausende Menschen ins Reich abzuschleppen. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt, das Todesurteil wurde 1946 vollzogen.
Speer Albert

Albert Speer, geboren 1905, war ein Architekt, der eine hervorragende persönliche Beziehung zu Hitler hatte. Er war zwar kein glühender Nazi, dennoch war er der Schöpfer der Parteiparaden und genoss dadurch die Achtung und das Vertrauen des Führers. Nach Fritz Todts Tod, wurde er 1942 zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition ernannt, der die Organisation Todt unterstand. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt und zu zwanzig Jahre Haft verurteilt. Er ist 1981 in London gestorben.

Todt Fritz
Fritz Todt war ein deutscher Ingenieur, der in den 30-er Jahren für die Erbauung des von Hitler gewollten Autobahnsystems verantwortlich war. Am Ende der 30-er gründete er die Organisation Todt mit der Zielsetzung, Zwangsarbeitskraft für den Bau der Verteidigungslinien entlang der Grenze mit Frankreich zu liefern. Während des Krieges leitete seine Organisation den Einsatz der Zwangsarbeit in den Besetzungsgebieten. Er starb 1942 in einem Flugunfall.
AEL Arbeitserziehungslager

Die  Arbeitserziehungslager (AEL) wurden von der Gestapo ab 1940 mit dem Ziel eingerichtet,  Personen “umzuerziehen”, die der Industriesabotage angeklagt, oder aus irgend einem anderen Grund für “arbeitsunwillig” gehalten wurden. In der Tat waren diese Lager auch ein Mittel zur Ausbeutung der Zwangsarbeit. Man hat ausgerechnet, dass in Italien und in den Besetzungsgebieten circa 200 Arbeitserziehungslager in Funktion gewesen sind und dass dort circa 500-tausend Personen gefangen waren. 

Bau-und Arbeits Battallion B.A.B.
Während des Zweiten Weltkrieges bildeten die Deutschen Einheiten Kriegsgefangener, genannt Bau-und Arbeitsbatallion (abgekürzt B.A.B.).
Die B.A.B. bestanden durchschnittlich aus 600 Arbeitsgefangenen. Die Besonderheit dieser Einheiten lag in ihrer Mobilität: Im Gegensatz zu den StaLag Gefangenen waren sie nicht einem spezifischen Ort bestimmt, sondern wurden je nach Bedarf versetzt.
I.G. Farben
Die I.G. (Interessen-Gemeinschaft) Farben wurde 1925 durch die Zusammenlegung verschiedener deutscher Industrien gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges war sie der führende Chemie Konzern NS-Deutschlands. Die I.G. Farben ist unter den Betrieben gewesen, die am meisten auf Zwangsarbeit zurückgegriffen haben, insbesondere beim Bau der Anlagen in Auschwitz. Die Führungskräfte der I.G. Farben waren unter den Angeklagten des Nürnberger Prozesses 1947/48. Zu Kriegsende beschlossen die Alliierten den Konzern zu zerstückeln, indem sie die Firmen, aus denen er ursprünglich bestand, neu gründeten.
Kriegsgefangenen Arbeitskommando
Die Arbeitskommandos waren Arbeitslager für Kriegsgefangene der Deutschen. In der Regel bestanden sie aus einigen hundert Gefangenen und befanden sich nahe der Arbeitsstätten (Fabriken, Minen, Landwirtschaft). Die Verwaltung war einem StaLag (Kriegsgefangenenlager) anvertraut. Von einem StaLag konnten bis zu mehrere Hundert Arbeitskommandos abhängen. Die Arbeitskommandos für allieerte Kriegsgefangene wurden regelmäßig von Vertretern des Roten Kreuzes besucht.
Ispettorato Militare del Lavoro (Militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht)
Das Ispettorato Militare del Lavoro war eine militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht, die 1943 mit dem Zweck gegründet worden ist, Arbeiter für den Bau von Abwehreinrichtungen zum Schutze der Italienischen Sozialrepubblik (RSI) zu rekrutieren und die Schäden der Luftangriffe zu reparieren. Auch nach dem Namen des Begründers und Kommandanten “Organizzazione Paladino” bekannt, erfasste das Ispettorato Militare del Lavoro einige zentausend Männer und arbeitete eng mit den Deutschen zusammen, bisweilen direkt in ihrem im Dienst.
Organisation Todt
Die Organisation Todt wurde Ende der 30-er Jahre in Deutschland zur Einordnung der Arbeitskraft für den Bau militärischer Einrichtungen geschaffen. Bis zu seinem Tod (1942) vom Begründer Fritz Todt geleitet, wurde die Organisation während des Krieges zur
Ausbeutung der Zwangsarbeit in den von den Deutschen besetzten Gebeieten eingesetzt. In Italien spielte die Organisation Todt eine grundlegende Rolle in der Erbauung der am Appennin entlang führenden Verteidigungslinien und setzte dazu zentausende Männer ein.
Paladino Francesco
Francesco Paladino wurde 1890 in Scilla bei Reggio Calabria geboren und meldete sich 1907 freiwillig bei den Telegrafistentruppen. 1908 zum Unteroffizier ernannt, nahm er mit diesem Dienstgrad am Tripoliskrieg teil. 1914 wurde er zum Leutnant befördert und während des Ersten Weltrkrieges zum Hauptmann. Er blieb in der Armee und wurde 1932 Oberleutnant. 1936 nahm er am Abessinienkrieg teil, im Laufe dessen er zum Oberst ernannt wurde.
Im Rahmen des Zweiten Weltkrieges kämpfte Paladino auf der Griechisch-Italienischen Front. Bei der Rückkehr wurde er dem Bozener Korps zugeteilt. 1942 zum Brigadengeneral befördert, trat er nach dem Waffenstillstand der Italienischen Sozialrepublik (RSI) bei, für die er das Ispettorato Militare del Lavoro schuf.
1945 trat Paladino in den Ruhestand, 1970 verlieh man ihm den Ehrengrad des Divisionsgenerals.
Francesco Paladino starb 1974.
Sauckel Fritz
Fritz Sauckel, geboren 1894, war ein NSDAP-Gauleiter. 1942 wurde er zum Generalbevollmächtigten der Zwangsarbeit in allen deutschen Besetzungsgebieten ernannt. De facto war er also für die Rekrutierung und den Einsatz der Zwangsarbeiter verantwortlich. In Italien versuchte seine Organisation mit spärlichen Erfolg hunderttausende Menschen ins Reich abzuschleppen. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt, das Todesurteil wurde 1946 vollzogen.
Speer Albert

Albert Speer, geboren 1905, war ein Architekt, der eine hervorragende persönliche Beziehung zu Hitler hatte. Er war zwar kein glühender Nazi, dennoch war er der Schöpfer der Parteiparaden und genoss dadurch die Achtung und das Vertrauen des Führers. Nach Fritz Todts Tod, wurde er 1942 zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition ernannt, der die Organisation Todt unterstand. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt und zu zwanzig Jahre Haft verurteilt. Er ist 1981 in London gestorben.

Todt Fritz
Fritz Todt war ein deutscher Ingenieur, der in den 30-er Jahren für die Erbauung des von Hitler gewollten Autobahnsystems verantwortlich war. Am Ende der 30-er gründete er die Organisation Todt mit der Zielsetzung, Zwangsarbeitskraft für den Bau der Verteidigungslinien entlang der Grenze mit Frankreich zu liefern. Während des Krieges leitete seine Organisation den Einsatz der Zwangsarbeit in den Besetzungsgebieten. Er starb 1942 in einem Flugunfall.