Zwangsarbeitsorgnisationen in Italien (1943-1945)

Die Arbeitsbedingungen in der Paladino


Die ersten italienischen und deutschen Ausschreibungen sahen einen Tageslohn von 12,50 Lire mit einer Reihe von Zuschlägen für unterhaltsberechtigte Frauen, Kinder und Eltern vor.

Dieser Lohn wurde sofort als unzulänglich befunden und war einer der Gründe für den spärlichen Einzug freiwiliger Arbeiter. Daraufhin wurde schon im Oktober 1943 das Lohnsystem geändert und auf Stundenlohn umgestellt.

Offensichtlich mit den Deutschen abgestimmt, war der neue Lohn für alle Arbeiter gleich, ob sie für die Paladino oder die Todt arbeiteten, oder nach Deutschland gingen. Spezialisierte Arbeiter wurden mit einem Stundenlohn von 5,50 Lire vergütigt, Handarbeiter mit 4,50. Unterkunft und Verpflegung mussten die Betriebe kostenlos bereitstellen. “Die wöchentlichen Rationen Lebensmittel bestanden aus 400g Fleisch, 60g Tomatenmark, 4.200g Brot oder Gemüsesuppe, 210g Fett, 200 Marmeladeg, 15g Kochfett, 5g Zucker. Zusätzlich zu den rationierten Lebensmitteln werden Kartoffel und Weiteres in beliebiger Menge vergeben. Die Unterkunft ist auch an Sonn- und Feiertagen kostenlos, sowie an Reisetagen und in Erwartung des Arbeitsauftakts.1 Es waren auch weitere Zuwendungen wie Familienbeihilfe, Reisekostenerstattung usw. vorgesehen.

Anfänglich sollten die Arbeiter in Bataillons in ihrer Herkunftsprovinz, oder jedenfalls nicht allzu weit vom Wohnort entfernt, eingesetzt werden – ein Mittel um die Menschen zu überzeugen sich zum Arbeitsdienst zu melden und den Verdacht zu entkräftigen, dass das Ispettorato nur eine Vorstufe zur Verschleppung nach Deutschland ist. Diese anfängliche Bedingungen wurden am 15. Februar 1944 mit einem Dekret abgeschafft, das Zwangsrekrutierung einführte. “Die mit dem 15. Februar wirksame Verbindlichkeit des Arbeitsdienstes stellt das IML vor eine neue Lage. Die Einberufung der Arbeiter verliert seinen freiwilligen Charakter. Es werden demzufolge neue Normen zur Arbeitsdiensteinteilung und Disziplin erlassen, die gewissermaßen jenen des Wehrdienstes entsprechen.”2

Dies bedeutete zweierlei: Zum einen, dass auf Desertierung die Todesstrafe stand, wie vom Duce-Dekret Nr. 30 des 18. Februars 1944 beschlossen. Zweitens verloren die Bataillons ihre Sesshaftigkeit und die Arbeiter konnten nach Bedarf verschoben werden, was ohnehin schon der Fall war, da das Ispettorato in der Tat vollkommen den deutschen Behörden unterstand. Dieser Umstand ist von der Anzahl der Arbeitsstunden bestätigt, die von der Paladino der Wehmacht gelieferten wurden. In den ersten 15 Februartagen 1944 wurden beispielsweise 120.280 Arbeitsstunden für die deutschen Streitkräfte durchgeführt, 11.450 für die italienischen Streitkräfte, 16.340 für die Todt und 31.710 für “weitere Einrichtungen.”3

So wurden höchstwahrscheinlich die Mehrzahl der im “römischen Gürtel” d.h. an der Südfront befindlichen Arbeitskräfte im Befestigungsbau entlang der Küste, in der Errichtung der Cassino-Linie, oder in der Räumung und Wartung von Militäranlagen eingesetzt. Nach einem Luftangriff nützte man die Arbeiter zur Trümmerräumung, sonst zum Schneeschaufeln auf den Appenninpässen und, mit ein paar Bataillons Brückenbaupioniere am Po, zur Wiederinstandsetzung von Brücken.

Die Arbeitsausrüstung und Kleidung hätte angemessen sein sollen, insbesondere bei dem schweren Arbeitsdienst im Winter, aber den wenigen überlieferten Nachrichten entnimmt man, dass die Bedingungen in dieser Hinsicht extrem prekär waren. So liest man zum Beispiel im “Diario Storico” des 8. März 1944 folgende Lobrede: “Die Arbeiter des 60. Arbeiterbataillons Ascoli Piceno sind barfuß Schneeschaufeln gegangen. Ein Bericht des Bataillonskommandos beklagt neben dem fast vollkommenen Mangel an Arbeitsgeräten und Kraftfahrzeugen, die enormen Schwierigkeiten in der Anfertigung und Verteilung der Mahlzeiten, den Mangel an Decken, Blechnäpfen und Schuhen. Diesbezüglich steht im Bericht wörtlich: "Während der Monate November, Dezember und Januar haben hunderte Arbeiter mit Holz- oder zusammengeflickten Stoffschuhen, wenn nicht sogar barfuß, stundenlang auch des Nachts Schnee von der Straße geschaufelt oder in matschigen Feldern gearbeitet. Das ist keineswegs eine Übertreibung. Viele Arbeiter hatten keine Blechnäpfe und haben schichtenweise verpflegt werden müssen; der selbe Blechnapf wurde von drei oder vier Arbeitern gleichzeitig benutzt."”4

Obwohl solche Bedingungen als Extremfälle in das Diario Storico eingingen, kann die Lage der anderen Bataillons wegen dem chronischen Materialmangel, der den gesamten Militär- und Zivilapparat der RSI plagte, nicht sehr viel besser gewesen sein.

Auf den verschiedenen militarisierten Baustellen zu arbeiten brachte mehrere Risiken mit sich. Die Diszilpin war ob des militärischen Charakters des Ispettorato eher straff und außerdem hatten die Deutschen wenig Skrupel in der Gewaltanwendung. Am 3. Mai 1944 zum Beispiel versuchte ein Arbeiter aus einem deutschen Lastwagen, der die Ortschaft Casal Rotondo bei Rom durchquerte, zu flüchten. Der Mann wurde von drei deutschen Geleitsoldaten eingefangen und auf der Stelle erschossen.

Am 28. Oktober, Jahrestag des “Marsches auf Rom”, erließ Mussolini ein Amnistiedekret, das “Vergebung” für versprengte Soldaten, Deserteure und Partisanen vorsah. Tausende Partisanen, Deserteure und Wehrdienstverweigerer nützten die Gelegenheit, um sich über den Winter in den Arbeitsdienstorganisationen zu verstecken. Diese Überlebensstrategie war den deutschen Behörden durchaus bekannt. Im Gegensatz zu den italienischen Behörden, die darüber alles andere als glücklich waren, schien das die Deutschen nicht zu sorgen.

Am 21. November ersuchte Paladino seine direkten Mitarbeitern schriftlich um eine “sorgfältige Überwachung, die es mit höchster Diskretion durchzuführen gilt, um die Ermittlung nicht preiszugeben.5 Gleichzeitig schrieb Paladino dem Kriegsministerium und fragte Soldaten der Nationalrepublikanischen Garde (GNR) zur heimlichen Eingliederung in die Arbeiterbataillons an, um die ehemaligen Versprengten zu überwachen. Das Ergebnis blieb aus, da die GNR nicht über genug ventrauenswürdige Männer verfügte, um sie dieser Aufgabe zuzuteilen. Auf dem Papier war die Amnistie eher erfolgreich. In den Provinzen Vercelli, Novara und Aosta stellten sich beispielsweise 2.310 “Wehrdienstverweigerer und andere bei der Einberufung abwesende”. Insgesamt stellten sich 72.881 Personen.6 Mit dieser Menschenmenge war alledings schwer umzugehen, sowohl wegen den spärlichen Ressourcen der RSI als auch wegen der politischen Unverlässlichkeit der Personen. In Rovigo wusste die GNR nicht wo sie die Versprengte unterbringen sollte und übergab sie daher direkt dem Ispettorato mit dem Ergebnis, dass nach wenigen Tagen die Hälfte wieder entflohen war.

Im Januar 1945 erließ Graziani ein Rundschreiben, um Deserteure dazu zu bewegen zu ihren ursprünglichen Einheiten zurückzukehren und um weitere Desertationen zu vermeiden. Jedoch blieb auch dieses Rundschreiben folgenlos, da die lokalen Inspektorate die Rücknahme der Deserteure verweigerten.7

Die Eingliederung der Versprengten hatte im Allgemeinen schwere Folgen für das Ispettorato. Renzo Montagna, Chef der RSI Polizei, sendete Graziani im Februar 1945 einen Bericht, in dem er auf die Infiltration des Partito d’Azione in das Ispettorato von Turin hinwies. Außedem, schrieb Montagna, “organisieren sich viele Einberufene in Banden, um in der Stadt Raubüberfälle und Entwaffnungen vorzunehmen.” Nicht genug, “dazu kommt, dass viele vom Ispettorato del Lavoro einberufene sich unter falschen Namen gemeldet haben dank der ihnen von den Partisanen verschaffenen gefälschten Papieren. Das beweist, dass sie nur auf einen günstigen Moment warten, um wieder zu entkommen, im Übrigen ohne ihren wahren Namen preisgegeben zu haben.” Die Lösung bestand laut Montagna darin, “dass alle ohne jegliche Diskriminierung nach Deutschland deportiert werden, wo sie in den Fabriken oder beim Heer endlich einer gründlichen Moralisierung unterzogen werden können […]”.8

Trotz der Überwachung und der Drohungen wurde die Disziplin mit dem sich näherndem Frühling immer problematischer. Im Arbeiterbataillon von Casale Monferrato, in das viele Versprengte eingegliedert wurden, “bemerkt man viel Undisziplin und höchste Unordnung.” Die “Arbeiter” gingen ohne jegliche Überwachung im Dorf herum. Manche haben auf Lohn verzichtet und ihre Studien wiederaufgenommen.

In einem Bericht des 3. März liest man: “32. Arbeiterbataillon […] Genua […] Scalo via del Porto. Unmut unter den Arbeitern wegen Verspätung in der Auszahlung des Lohns. Erwartung des Feindes sehr verbreitet. Sehr niedriger Arbeitswille und mangelnde Tatkraft des Überwachungspersonals […] Die Arbeiter ziehen es vor sitzten zu bleiben und zu diskutieren, statt zu arbeiten.”9

Aus Cremona kam, ebenfalls Anfang März, folgende Meldung: “Das Bataillon besteht in einer beträchtlichen Anzahl aus Wehrdienstverweigerern, die sich beim Arbeiterbataillon gemeldet haben, um sich der Wehrpflicht zu entkommen. Die Masse hat politisch eine abwartende Haltung. Es geht der Satz um "sobald die Blätter wieder grünen, gehe ich zurück in die Berge."”.10

Die Offiziere gerieten zunehmend unter Druck. In einem Polizeibericht des 30. März 1945 ist zu lesen: “Azzini Emilio […] schimpfte Hauptmann Onofri, Kommandant des Bataillons, und den die Kompanie befehlenden Leutnant mit folgenden Drohworten: In wenigen Stunden werden die Befreier kommen und dann möchte ich mich vergnügen diese Gauner und Betrüger zu schlagen und mit dem Revolver auf sie zu schießen.”11

Im März 1945 gab ein eher erbitterter Paladino den Befehl die “Trägen und Widerwilligen” zu entlassen. Hierauf musste das Kriegsministerium antworten, dass da sie als Militärs eingeordnet sind, nicht einfachen “entlassen” werden können, sondern in ein eigens einzurichtendes Strafbataillon eingegliedert werden müssten. Es war allerdings inzwischen Ende März und die RSI hatte nicht mehr die Kraft dem allgemeinen Zusammenbruch seiner Organisationen, nicht nur der Paladino, entgegenzuwirken.

All diese Vorfälle, geschweige denn die Tatsache dass die Arbeiter besser bezahlt waren als die Soldaten, schafften einige Probleme zwischen der Paladino und den Streitkräften der RSI, einschließlich der Polizei.

Im Dezember 1944 betraten einige Soldaten des “Folgore” Regiments die Kaserne des 25. Arbeiterbataillons von Turin in Via Moncalieri: “Von einem Offizier (Leutnant Buffa) geführt, mit Karabiner, Maschinengewehren und Handgranaten bewaffnet, haben sie […] die Kaserne Montenero gestürmt, […] Offiziere und Unteroffiziere in Uniform, Zivilangestellte sowie Arbeiter verprügelt und einige Büroräumlichkeiten zerstört, nachdem sie die Telefonlinie des Bataillons abgeschnitten hatten.”12

Am 27. Februar 1945 sah sich Paladino persönlich dazu gezwungen Oberst Bocca einen langen Brief zu schreiben, in dem er auf die vielen Übergriffe, die seine Arbeiter und Offiziere trafen, hinwies. “Das Verschärfen der Gewalttätigkeit der verschiedenen Polizeiorganisationen gegenüber Mitgliedern des Ispettorato Militare del Lavoro – schrieb der General – einschließlich vieler Offiziere, hat bereits gezeigt, wie tief das Ansehen des Ispettorato Militare del Lavoro in den Augen der verschiedenen Militär- und Polizeiorganisationen gesunken ist, nachdem die ex-Versprengte – den Befehl des DUCE und Marschalls Graziani befolgend – zur moralischen und staatsbürgerlichen Umerziehung eingegliedert wurden.” Während die Deutschen die Arbeit des IML hoch schätzten, setzte Paladino fort, “kommen von italienischer Seite nichts wie Belästigungen, die meine ohnehin schon schwer geprüfte Geduld ausreizen.”

Der schlimmste Casus Belli war Paladino zufolge von General Farina, Kommandant der damals auf der Gotenstellung stationierten S. Marco Division, verursacht worden. “Sogar General Farina hat, sobald der Kommandant des der "S. Marco" zugeteilten Arbeiterbataillons bei der Division eingetroffen war, ihn mit dem Maschinengewehr bedroht und ihn als Drückeberger beschimpft. Beachte, lieber Bocca, dass nicht ich das Bataillon angeboten habe, sondern einem dringenden Ersuchen nachgekommen bin.”

Natürlich schrieb Paladino auch Farina einen Brief: “Du musst einsehen, dass es nicht Schuld des IML ist, dass die Arbeiter, statt den Deinen Soldaten zugesprochenen 22,50 Lire, täglich 102 Lire bekommen. Diese Vergütung wurde bei einem zur Prüfung der Lohnsituation sämtlicher RSI Arbeiter gehaltenen italienisch-deutschen Treffen festgesetzt, das ich veranlasst habe, weil die anderen Arbeitsdienstorganisationen Löhne zahlen, die jene meinen Arbeitern zustehenden übertreffen.” Dies klargestellt, fragte Paladino Farina, ob er seinem Bataillon vertraute oder ob er es abziehen sollte.13

Der eklatanteste Fall gewaltsamer Übergriffe der RSI Militärs gegenüber Paladino Arbeitern fand in Tomba di Pesaro statt. Die Legion “Tagliamento”, eine vom Hauptmann Merico Zuccari kommandierte Schwarzhemdenabteilung, wurde im Mai 1944 hinter der Gotenstellung stationiert, um das Nachschubsgebiet zu kontrollieren. Am 28. Juni ertappte man eine im Befestigungsbau eingesetzte Arbeitergruppe des 18° Pionierbataillons beim Desertieren. Auf Zuccaris Befehl wurden sieben Arbeiter in der Tagliamento Kaserne erschossen. Der Fall war so aufsehenerregend, dass er Proteste der deutschen Befehlsstellen hervorrief und General Toussaint dazu bewegte eine Ermittlung zu befehligen.14

Die Arbeiter der Paladino waren nicht nur Opfer der Gewalt der Faschisten sondern auch ein Angriffsziel des Partisanenkrieges. Es ist unklar, warum nicht nur Offiziere sondern auch einfache Arbeiter attackiert wurden. Vielleicht handelte es sich um Übergriffe ganz gewöhnlicher Krimineller, oder um Aktionen gegen als Propagandisten und Rekrutatoren tätige Arbeiter. Tatsache ist, dass im “Diario Storico” der Paladino einige Angriffe eingetragen sind. Die ersten ereigneten sich im Februar 1944: in Spello am 20. und in Macerata (zwei Tote) am 23. Februar. Die Statistik zum 30. Juni 1944 weist insgesamt einen bei Partisanenangriffen gestorbenen Offizier und einen verletzten auf, dazu fünf gestorbene Arbeiter und einen verletzten.15

Das größte Risiko für die Arbeiter war jedoch freilich einem Luftangriff auf eine Baustelle zum Opfer zu fallen. Ebenfalls aus der Statistik von Juni 1944: 3 Offiziere gestorben, 3 verletzt; 2 Unteroffiziere gestorben, 2 verletzt; 104 tote Arbeiter, 4 Verschollene und 193 Verletzte.

Außerdem führte die Arbeit unter oft extremen Bedingungen, wie bei Trümmerräumung in den nach Luftangriffen unsicher gewordenen Gebäuden zu 11 Toten und 352 “aus Dienstgründen” Verletzten.

Auf den Baustellen der Paladino zu arbeiten konnte also eher riskant sein, wenngleich das Leben damals in Italien im Algemeinen gefährlich war: Luftangriffe, Verwicklung in den Bürgerkrieg, Arbeiten unter Extrembedingungen waren für die Italiener normale Lebensbedingungen. Für die Paladino zu arbeiten, war – kurz gesagt – nicht gefähricher als das Leben eines beliebigen italienischen Arbeiters oder einer Hausfrau, schützte einen jedoch vor Deportation nach Deutschland und vor der RSI Wehrpflicht.

Amedeo Osti Guerrazzi (2016)

Anmerkung 1
“Il Lavoro fascista”, 19.-20. Oktober 1943
Anmerkung 2
Diario storico della organizzazione “Paladino”, S.6
Anmerkung 3
Diario storico della organizzazione “Paladino”, 15. Februar 1944
Anmerkung 4
Diario storico della organizzazione “Paladino”, 8 marzo 1944
Anmerkung 5
Archivio Centrale dello Stato, Ministero forze armate RSI, Gabinetto, B.2
Anmerkung 6
Archivio Centrale dello Stato, Ministero dell’Interno RSI, Gabinetto, B.33
Anmerkung 7
Archivio Centrale dello Stato, Ministero forze armate RSI, Gabinetto, B.2
Anmerkung 8
Archivio Centrale dello Stato, Ministero forze armate RSI, Gabinetto, B.2
Anmerkung 9
Archivio Centrale dello Stato, Ministero forze armate RSI, Gabinetto, B.2
Anmerkung 10
Archivio Centrale dello Stato, Ministero forze armate RSI, Gabinetto, B.2
Anmerkung 11
Archivio Centrale dello Stato, Ministero forze armate RSI, Gabinetto, B.2
Anmerkung 12
Archivio Centrale dello Stato, Segreteria particolare del Capo della Polizia RSI, B.24
Anmerkung 13
Archivio Centrale dello Stato, Ministero forze armate RSI, Gabinetto, B.2
Anmerkung 14
Sonia Residori, Una legione in armi. La Tagliamento fra onore, fedeltà e sangue, Cierre, Verona, 2013, S.78-79
Anmerkung 15
Diario storico dell’organizzazione “Paladino”, 30. Juni 1944
AEL Arbeitserziehungslager

Die  Arbeitserziehungslager (AEL) wurden von der Gestapo ab 1940 mit dem Ziel eingerichtet,  Personen “umzuerziehen”, die der Industriesabotage angeklagt, oder aus irgend einem anderen Grund für “arbeitsunwillig” gehalten wurden. In der Tat waren diese Lager auch ein Mittel zur Ausbeutung der Zwangsarbeit. Man hat ausgerechnet, dass in Italien und in den Besetzungsgebieten circa 200 Arbeitserziehungslager in Funktion gewesen sind und dass dort circa 500-tausend Personen gefangen waren. 

Bau-und Arbeits Battallion B.A.B.
Während des Zweiten Weltkrieges bildeten die Deutschen Einheiten Kriegsgefangener, genannt Bau-und Arbeitsbatallion (abgekürzt B.A.B.).
Die B.A.B. bestanden durchschnittlich aus 600 Arbeitsgefangenen. Die Besonderheit dieser Einheiten lag in ihrer Mobilität: Im Gegensatz zu den StaLag Gefangenen waren sie nicht einem spezifischen Ort bestimmt, sondern wurden je nach Bedarf versetzt.
I.G. Farben
Die I.G. (Interessen-Gemeinschaft) Farben wurde 1925 durch die Zusammenlegung verschiedener deutscher Industrien gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges war sie der führende Chemie Konzern NS-Deutschlands. Die I.G. Farben ist unter den Betrieben gewesen, die am meisten auf Zwangsarbeit zurückgegriffen haben, insbesondere beim Bau der Anlagen in Auschwitz. Die Führungskräfte der I.G. Farben waren unter den Angeklagten des Nürnberger Prozesses 1947/48. Zu Kriegsende beschlossen die Alliierten den Konzern zu zerstückeln, indem sie die Firmen, aus denen er ursprünglich bestand, neu gründeten.
Kriegsgefangenen Arbeitskommando
Die Arbeitskommandos waren Arbeitslager für Kriegsgefangene der Deutschen. In der Regel bestanden sie aus einigen hundert Gefangenen und befanden sich nahe der Arbeitsstätten (Fabriken, Minen, Landwirtschaft). Die Verwaltung war einem StaLag (Kriegsgefangenenlager) anvertraut. Von einem StaLag konnten bis zu mehrere Hundert Arbeitskommandos abhängen. Die Arbeitskommandos für allieerte Kriegsgefangene wurden regelmäßig von Vertretern des Roten Kreuzes besucht.
Ispettorato Militare del Lavoro (Militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht)
Das Ispettorato Militare del Lavoro war eine militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht, die 1943 mit dem Zweck gegründet worden ist, Arbeiter für den Bau von Abwehreinrichtungen zum Schutze der Italienischen Sozialrepubblik (RSI) zu rekrutieren und die Schäden der Luftangriffe zu reparieren. Auch nach dem Namen des Begründers und Kommandanten “Organizzazione Paladino” bekannt, erfasste das Ispettorato Militare del Lavoro einige zentausend Männer und arbeitete eng mit den Deutschen zusammen, bisweilen direkt in ihrem im Dienst.
Organisation Todt
Die Organisation Todt wurde Ende der 30-er Jahre in Deutschland zur Einordnung der Arbeitskraft für den Bau militärischer Einrichtungen geschaffen. Bis zu seinem Tod (1942) vom Begründer Fritz Todt geleitet, wurde die Organisation während des Krieges zur
Ausbeutung der Zwangsarbeit in den von den Deutschen besetzten Gebeieten eingesetzt. In Italien spielte die Organisation Todt eine grundlegende Rolle in der Erbauung der am Appennin entlang führenden Verteidigungslinien und setzte dazu zentausende Männer ein.
Paladino Francesco
Francesco Paladino wurde 1890 in Scilla bei Reggio Calabria geboren und meldete sich 1907 freiwillig bei den Telegrafistentruppen. 1908 zum Unteroffizier ernannt, nahm er mit diesem Dienstgrad am Tripoliskrieg teil. 1914 wurde er zum Leutnant befördert und während des Ersten Weltrkrieges zum Hauptmann. Er blieb in der Armee und wurde 1932 Oberleutnant. 1936 nahm er am Abessinienkrieg teil, im Laufe dessen er zum Oberst ernannt wurde.
Im Rahmen des Zweiten Weltkrieges kämpfte Paladino auf der Griechisch-Italienischen Front. Bei der Rückkehr wurde er dem Bozener Korps zugeteilt. 1942 zum Brigadengeneral befördert, trat er nach dem Waffenstillstand der Italienischen Sozialrepublik (RSI) bei, für die er das Ispettorato Militare del Lavoro schuf.
1945 trat Paladino in den Ruhestand, 1970 verlieh man ihm den Ehrengrad des Divisionsgenerals.
Francesco Paladino starb 1974.
Sauckel Fritz
Fritz Sauckel, geboren 1894, war ein NSDAP-Gauleiter. 1942 wurde er zum Generalbevollmächtigten der Zwangsarbeit in allen deutschen Besetzungsgebieten ernannt. De facto war er also für die Rekrutierung und den Einsatz der Zwangsarbeiter verantwortlich. In Italien versuchte seine Organisation mit spärlichen Erfolg hunderttausende Menschen ins Reich abzuschleppen. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt, das Todesurteil wurde 1946 vollzogen.
Speer Albert

Albert Speer, geboren 1905, war ein Architekt, der eine hervorragende persönliche Beziehung zu Hitler hatte. Er war zwar kein glühender Nazi, dennoch war er der Schöpfer der Parteiparaden und genoss dadurch die Achtung und das Vertrauen des Führers. Nach Fritz Todts Tod, wurde er 1942 zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition ernannt, der die Organisation Todt unterstand. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt und zu zwanzig Jahre Haft verurteilt. Er ist 1981 in London gestorben.

Stalag
Deutsches Kriegsgefangenenlager. Die Lebesbedingungen in den StaLag waren je nach Nationalität der Gefangenen (Alliierte, Sowjetbürger, italienische Militärinternierte usw.) sehr unterschiedlich.
Todt Fritz
Fritz Todt war ein deutscher Ingenieur, der in den 30-er Jahren für die Erbauung des von Hitler gewollten Autobahnsystems verantwortlich war. Am Ende der 30-er gründete er die Organisation Todt mit der Zielsetzung, Zwangsarbeitskraft für den Bau der Verteidigungslinien entlang der Grenze mit Frankreich zu liefern. Während des Krieges leitete seine Organisation den Einsatz der Zwangsarbeit in den Besetzungsgebieten. Er starb 1942 in einem Flugunfall.
Gemeinschaftslager
Die Gemeinschaftslager sowie die Wohnlager waren unbeaufsichtigte Lager für ausländische Arbeiter, während die Arbeitslager unter Aufsicht standen. Zumeist wird nur für letztere der Begriff der Zwangsarbeit verwendet, aber izwischen neigen die Historiker dazu das Bedeutungsfeld entschiedenen zu revidieren und den Begriff auf Arbeitsverhältinsse, die nur förmlich freiwillig aber de facto Zwangarbeit waren, zu erweitern. Die gegenwärtige Historikerdebatte geht in die Richtung den Begriff der Zwangarbeit durch folgende drei Merkmale zu definieren:
- Die rechtliche Unmöglichkeit für den Arbeiter das Arbeitsverhältnis zu beenden
- Die begrenzten Möglichkeiten Einfluss auf die eigenen Arbeitsbedingungen zu nehmen
- Eine hohe Sterberate als Hinweis auf eine überdurschnittliche Arbeitslast gleichzeitiger Unterernährung.
Siehe [https://www.bundesarchiv.de/zwangsarbeit/geschichte/auslaendisch/begriffe/index.html]
AEL Arbeitserziehungslager

Die  Arbeitserziehungslager (AEL) wurden von der Gestapo ab 1940 mit dem Ziel eingerichtet,  Personen “umzuerziehen”, die der Industriesabotage angeklagt, oder aus irgend einem anderen Grund für “arbeitsunwillig” gehalten wurden. In der Tat waren diese Lager auch ein Mittel zur Ausbeutung der Zwangsarbeit. Man hat ausgerechnet, dass in Italien und in den Besetzungsgebieten circa 200 Arbeitserziehungslager in Funktion gewesen sind und dass dort circa 500-tausend Personen gefangen waren. 

Bau-und Arbeits Battallion B.A.B.
Während des Zweiten Weltkrieges bildeten die Deutschen Einheiten Kriegsgefangener, genannt Bau-und Arbeitsbatallion (abgekürzt B.A.B.).
Die B.A.B. bestanden durchschnittlich aus 600 Arbeitsgefangenen. Die Besonderheit dieser Einheiten lag in ihrer Mobilität: Im Gegensatz zu den StaLag Gefangenen waren sie nicht einem spezifischen Ort bestimmt, sondern wurden je nach Bedarf versetzt.
I.G. Farben
Die I.G. (Interessen-Gemeinschaft) Farben wurde 1925 durch die Zusammenlegung verschiedener deutscher Industrien gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges war sie der führende Chemie Konzern NS-Deutschlands. Die I.G. Farben ist unter den Betrieben gewesen, die am meisten auf Zwangsarbeit zurückgegriffen haben, insbesondere beim Bau der Anlagen in Auschwitz. Die Führungskräfte der I.G. Farben waren unter den Angeklagten des Nürnberger Prozesses 1947/48. Zu Kriegsende beschlossen die Alliierten den Konzern zu zerstückeln, indem sie die Firmen, aus denen er ursprünglich bestand, neu gründeten.
Kriegsgefangenen Arbeitskommando
Die Arbeitskommandos waren Arbeitslager für Kriegsgefangene der Deutschen. In der Regel bestanden sie aus einigen hundert Gefangenen und befanden sich nahe der Arbeitsstätten (Fabriken, Minen, Landwirtschaft). Die Verwaltung war einem StaLag (Kriegsgefangenenlager) anvertraut. Von einem StaLag konnten bis zu mehrere Hundert Arbeitskommandos abhängen. Die Arbeitskommandos für allieerte Kriegsgefangene wurden regelmäßig von Vertretern des Roten Kreuzes besucht.
Ispettorato Militare del Lavoro (Militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht)
Das Ispettorato Militare del Lavoro war eine militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht, die 1943 mit dem Zweck gegründet worden ist, Arbeiter für den Bau von Abwehreinrichtungen zum Schutze der Italienischen Sozialrepubblik (RSI) zu rekrutieren und die Schäden der Luftangriffe zu reparieren. Auch nach dem Namen des Begründers und Kommandanten “Organizzazione Paladino” bekannt, erfasste das Ispettorato Militare del Lavoro einige zentausend Männer und arbeitete eng mit den Deutschen zusammen, bisweilen direkt in ihrem im Dienst.
Organisation Todt
Die Organisation Todt wurde Ende der 30-er Jahre in Deutschland zur Einordnung der Arbeitskraft für den Bau militärischer Einrichtungen geschaffen. Bis zu seinem Tod (1942) vom Begründer Fritz Todt geleitet, wurde die Organisation während des Krieges zur
Ausbeutung der Zwangsarbeit in den von den Deutschen besetzten Gebeieten eingesetzt. In Italien spielte die Organisation Todt eine grundlegende Rolle in der Erbauung der am Appennin entlang führenden Verteidigungslinien und setzte dazu zentausende Männer ein.
Paladino Francesco
Francesco Paladino wurde 1890 in Scilla bei Reggio Calabria geboren und meldete sich 1907 freiwillig bei den Telegrafistentruppen. 1908 zum Unteroffizier ernannt, nahm er mit diesem Dienstgrad am Tripoliskrieg teil. 1914 wurde er zum Leutnant befördert und während des Ersten Weltrkrieges zum Hauptmann. Er blieb in der Armee und wurde 1932 Oberleutnant. 1936 nahm er am Abessinienkrieg teil, im Laufe dessen er zum Oberst ernannt wurde.
Im Rahmen des Zweiten Weltkrieges kämpfte Paladino auf der Griechisch-Italienischen Front. Bei der Rückkehr wurde er dem Bozener Korps zugeteilt. 1942 zum Brigadengeneral befördert, trat er nach dem Waffenstillstand der Italienischen Sozialrepublik (RSI) bei, für die er das Ispettorato Militare del Lavoro schuf.
1945 trat Paladino in den Ruhestand, 1970 verlieh man ihm den Ehrengrad des Divisionsgenerals.
Francesco Paladino starb 1974.
Sauckel Fritz
Fritz Sauckel, geboren 1894, war ein NSDAP-Gauleiter. 1942 wurde er zum Generalbevollmächtigten der Zwangsarbeit in allen deutschen Besetzungsgebieten ernannt. De facto war er also für die Rekrutierung und den Einsatz der Zwangsarbeiter verantwortlich. In Italien versuchte seine Organisation mit spärlichen Erfolg hunderttausende Menschen ins Reich abzuschleppen. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt, das Todesurteil wurde 1946 vollzogen.
Speer Albert

Albert Speer, geboren 1905, war ein Architekt, der eine hervorragende persönliche Beziehung zu Hitler hatte. Er war zwar kein glühender Nazi, dennoch war er der Schöpfer der Parteiparaden und genoss dadurch die Achtung und das Vertrauen des Führers. Nach Fritz Todts Tod, wurde er 1942 zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition ernannt, der die Organisation Todt unterstand. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt und zu zwanzig Jahre Haft verurteilt. Er ist 1981 in London gestorben.

Stalag
Deutsches Kriegsgefangenenlager. Die Lebesbedingungen in den StaLag waren je nach Nationalität der Gefangenen (Alliierte, Sowjetbürger, italienische Militärinternierte usw.) sehr unterschiedlich.
Todt Fritz
Fritz Todt war ein deutscher Ingenieur, der in den 30-er Jahren für die Erbauung des von Hitler gewollten Autobahnsystems verantwortlich war. Am Ende der 30-er gründete er die Organisation Todt mit der Zielsetzung, Zwangsarbeitskraft für den Bau der Verteidigungslinien entlang der Grenze mit Frankreich zu liefern. Während des Krieges leitete seine Organisation den Einsatz der Zwangsarbeit in den Besetzungsgebieten. Er starb 1942 in einem Flugunfall.
Gemeinschaftslager
Die Gemeinschaftslager sowie die Wohnlager waren unbeaufsichtigte Lager für ausländische Arbeiter, während die Arbeitslager unter Aufsicht standen. Zumeist wird nur für letztere der Begriff der Zwangsarbeit verwendet, aber izwischen neigen die Historiker dazu das Bedeutungsfeld entschiedenen zu revidieren und den Begriff auf Arbeitsverhältinsse, die nur förmlich freiwillig aber de facto Zwangarbeit waren, zu erweitern. Die gegenwärtige Historikerdebatte geht in die Richtung den Begriff der Zwangarbeit durch folgende drei Merkmale zu definieren:
- Die rechtliche Unmöglichkeit für den Arbeiter das Arbeitsverhältnis zu beenden
- Die begrenzten Möglichkeiten Einfluss auf die eigenen Arbeitsbedingungen zu nehmen
- Eine hohe Sterberate als Hinweis auf eine überdurschnittliche Arbeitslast gleichzeitiger Unterernährung.
Siehe [https://www.bundesarchiv.de/zwangsarbeit/geschichte/auslaendisch/begriffe/index.html]
AEL Arbeitserziehungslager

Die  Arbeitserziehungslager (AEL) wurden von der Gestapo ab 1940 mit dem Ziel eingerichtet,  Personen “umzuerziehen”, die der Industriesabotage angeklagt, oder aus irgend einem anderen Grund für “arbeitsunwillig” gehalten wurden. In der Tat waren diese Lager auch ein Mittel zur Ausbeutung der Zwangsarbeit. Man hat ausgerechnet, dass in Italien und in den Besetzungsgebieten circa 200 Arbeitserziehungslager in Funktion gewesen sind und dass dort circa 500-tausend Personen gefangen waren. 

Bau-und Arbeits Battallion B.A.B.
Während des Zweiten Weltkrieges bildeten die Deutschen Einheiten Kriegsgefangener, genannt Bau-und Arbeitsbatallion (abgekürzt B.A.B.).
Die B.A.B. bestanden durchschnittlich aus 600 Arbeitsgefangenen. Die Besonderheit dieser Einheiten lag in ihrer Mobilität: Im Gegensatz zu den StaLag Gefangenen waren sie nicht einem spezifischen Ort bestimmt, sondern wurden je nach Bedarf versetzt.
I.G. Farben
Die I.G. (Interessen-Gemeinschaft) Farben wurde 1925 durch die Zusammenlegung verschiedener deutscher Industrien gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges war sie der führende Chemie Konzern NS-Deutschlands. Die I.G. Farben ist unter den Betrieben gewesen, die am meisten auf Zwangsarbeit zurückgegriffen haben, insbesondere beim Bau der Anlagen in Auschwitz. Die Führungskräfte der I.G. Farben waren unter den Angeklagten des Nürnberger Prozesses 1947/48. Zu Kriegsende beschlossen die Alliierten den Konzern zu zerstückeln, indem sie die Firmen, aus denen er ursprünglich bestand, neu gründeten.
Kriegsgefangenen Arbeitskommando
Die Arbeitskommandos waren Arbeitslager für Kriegsgefangene der Deutschen. In der Regel bestanden sie aus einigen hundert Gefangenen und befanden sich nahe der Arbeitsstätten (Fabriken, Minen, Landwirtschaft). Die Verwaltung war einem StaLag (Kriegsgefangenenlager) anvertraut. Von einem StaLag konnten bis zu mehrere Hundert Arbeitskommandos abhängen. Die Arbeitskommandos für allieerte Kriegsgefangene wurden regelmäßig von Vertretern des Roten Kreuzes besucht.
Ispettorato Militare del Lavoro (Militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht)
Das Ispettorato Militare del Lavoro war eine militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht, die 1943 mit dem Zweck gegründet worden ist, Arbeiter für den Bau von Abwehreinrichtungen zum Schutze der Italienischen Sozialrepubblik (RSI) zu rekrutieren und die Schäden der Luftangriffe zu reparieren. Auch nach dem Namen des Begründers und Kommandanten “Organizzazione Paladino” bekannt, erfasste das Ispettorato Militare del Lavoro einige zentausend Männer und arbeitete eng mit den Deutschen zusammen, bisweilen direkt in ihrem im Dienst.
Organisation Todt
Die Organisation Todt wurde Ende der 30-er Jahre in Deutschland zur Einordnung der Arbeitskraft für den Bau militärischer Einrichtungen geschaffen. Bis zu seinem Tod (1942) vom Begründer Fritz Todt geleitet, wurde die Organisation während des Krieges zur
Ausbeutung der Zwangsarbeit in den von den Deutschen besetzten Gebeieten eingesetzt. In Italien spielte die Organisation Todt eine grundlegende Rolle in der Erbauung der am Appennin entlang führenden Verteidigungslinien und setzte dazu zentausende Männer ein.
Paladino Francesco
Francesco Paladino wurde 1890 in Scilla bei Reggio Calabria geboren und meldete sich 1907 freiwillig bei den Telegrafistentruppen. 1908 zum Unteroffizier ernannt, nahm er mit diesem Dienstgrad am Tripoliskrieg teil. 1914 wurde er zum Leutnant befördert und während des Ersten Weltrkrieges zum Hauptmann. Er blieb in der Armee und wurde 1932 Oberleutnant. 1936 nahm er am Abessinienkrieg teil, im Laufe dessen er zum Oberst ernannt wurde.
Im Rahmen des Zweiten Weltkrieges kämpfte Paladino auf der Griechisch-Italienischen Front. Bei der Rückkehr wurde er dem Bozener Korps zugeteilt. 1942 zum Brigadengeneral befördert, trat er nach dem Waffenstillstand der Italienischen Sozialrepublik (RSI) bei, für die er das Ispettorato Militare del Lavoro schuf.
1945 trat Paladino in den Ruhestand, 1970 verlieh man ihm den Ehrengrad des Divisionsgenerals.
Francesco Paladino starb 1974.
Sauckel Fritz
Fritz Sauckel, geboren 1894, war ein NSDAP-Gauleiter. 1942 wurde er zum Generalbevollmächtigten der Zwangsarbeit in allen deutschen Besetzungsgebieten ernannt. De facto war er also für die Rekrutierung und den Einsatz der Zwangsarbeiter verantwortlich. In Italien versuchte seine Organisation mit spärlichen Erfolg hunderttausende Menschen ins Reich abzuschleppen. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt, das Todesurteil wurde 1946 vollzogen.
Speer Albert

Albert Speer, geboren 1905, war ein Architekt, der eine hervorragende persönliche Beziehung zu Hitler hatte. Er war zwar kein glühender Nazi, dennoch war er der Schöpfer der Parteiparaden und genoss dadurch die Achtung und das Vertrauen des Führers. Nach Fritz Todts Tod, wurde er 1942 zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition ernannt, der die Organisation Todt unterstand. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt und zu zwanzig Jahre Haft verurteilt. Er ist 1981 in London gestorben.

Todt Fritz
Fritz Todt war ein deutscher Ingenieur, der in den 30-er Jahren für die Erbauung des von Hitler gewollten Autobahnsystems verantwortlich war. Am Ende der 30-er gründete er die Organisation Todt mit der Zielsetzung, Zwangsarbeitskraft für den Bau der Verteidigungslinien entlang der Grenze mit Frankreich zu liefern. Während des Krieges leitete seine Organisation den Einsatz der Zwangsarbeit in den Besetzungsgebieten. Er starb 1942 in einem Flugunfall.
AEL Arbeitserziehungslager

Die  Arbeitserziehungslager (AEL) wurden von der Gestapo ab 1940 mit dem Ziel eingerichtet,  Personen “umzuerziehen”, die der Industriesabotage angeklagt, oder aus irgend einem anderen Grund für “arbeitsunwillig” gehalten wurden. In der Tat waren diese Lager auch ein Mittel zur Ausbeutung der Zwangsarbeit. Man hat ausgerechnet, dass in Italien und in den Besetzungsgebieten circa 200 Arbeitserziehungslager in Funktion gewesen sind und dass dort circa 500-tausend Personen gefangen waren. 

Bau-und Arbeits Battallion B.A.B.
Während des Zweiten Weltkrieges bildeten die Deutschen Einheiten Kriegsgefangener, genannt Bau-und Arbeitsbatallion (abgekürzt B.A.B.).
Die B.A.B. bestanden durchschnittlich aus 600 Arbeitsgefangenen. Die Besonderheit dieser Einheiten lag in ihrer Mobilität: Im Gegensatz zu den StaLag Gefangenen waren sie nicht einem spezifischen Ort bestimmt, sondern wurden je nach Bedarf versetzt.
I.G. Farben
Die I.G. (Interessen-Gemeinschaft) Farben wurde 1925 durch die Zusammenlegung verschiedener deutscher Industrien gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges war sie der führende Chemie Konzern NS-Deutschlands. Die I.G. Farben ist unter den Betrieben gewesen, die am meisten auf Zwangsarbeit zurückgegriffen haben, insbesondere beim Bau der Anlagen in Auschwitz. Die Führungskräfte der I.G. Farben waren unter den Angeklagten des Nürnberger Prozesses 1947/48. Zu Kriegsende beschlossen die Alliierten den Konzern zu zerstückeln, indem sie die Firmen, aus denen er ursprünglich bestand, neu gründeten.
Kriegsgefangenen Arbeitskommando
Die Arbeitskommandos waren Arbeitslager für Kriegsgefangene der Deutschen. In der Regel bestanden sie aus einigen hundert Gefangenen und befanden sich nahe der Arbeitsstätten (Fabriken, Minen, Landwirtschaft). Die Verwaltung war einem StaLag (Kriegsgefangenenlager) anvertraut. Von einem StaLag konnten bis zu mehrere Hundert Arbeitskommandos abhängen. Die Arbeitskommandos für allieerte Kriegsgefangene wurden regelmäßig von Vertretern des Roten Kreuzes besucht.
Ispettorato Militare del Lavoro (Militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht)
Das Ispettorato Militare del Lavoro war eine militärische Behörde zur Arbeitsaufsicht, die 1943 mit dem Zweck gegründet worden ist, Arbeiter für den Bau von Abwehreinrichtungen zum Schutze der Italienischen Sozialrepubblik (RSI) zu rekrutieren und die Schäden der Luftangriffe zu reparieren. Auch nach dem Namen des Begründers und Kommandanten “Organizzazione Paladino” bekannt, erfasste das Ispettorato Militare del Lavoro einige zentausend Männer und arbeitete eng mit den Deutschen zusammen, bisweilen direkt in ihrem im Dienst.
Organisation Todt
Die Organisation Todt wurde Ende der 30-er Jahre in Deutschland zur Einordnung der Arbeitskraft für den Bau militärischer Einrichtungen geschaffen. Bis zu seinem Tod (1942) vom Begründer Fritz Todt geleitet, wurde die Organisation während des Krieges zur
Ausbeutung der Zwangsarbeit in den von den Deutschen besetzten Gebeieten eingesetzt. In Italien spielte die Organisation Todt eine grundlegende Rolle in der Erbauung der am Appennin entlang führenden Verteidigungslinien und setzte dazu zentausende Männer ein.
Paladino Francesco
Francesco Paladino wurde 1890 in Scilla bei Reggio Calabria geboren und meldete sich 1907 freiwillig bei den Telegrafistentruppen. 1908 zum Unteroffizier ernannt, nahm er mit diesem Dienstgrad am Tripoliskrieg teil. 1914 wurde er zum Leutnant befördert und während des Ersten Weltrkrieges zum Hauptmann. Er blieb in der Armee und wurde 1932 Oberleutnant. 1936 nahm er am Abessinienkrieg teil, im Laufe dessen er zum Oberst ernannt wurde.
Im Rahmen des Zweiten Weltkrieges kämpfte Paladino auf der Griechisch-Italienischen Front. Bei der Rückkehr wurde er dem Bozener Korps zugeteilt. 1942 zum Brigadengeneral befördert, trat er nach dem Waffenstillstand der Italienischen Sozialrepublik (RSI) bei, für die er das Ispettorato Militare del Lavoro schuf.
1945 trat Paladino in den Ruhestand, 1970 verlieh man ihm den Ehrengrad des Divisionsgenerals.
Francesco Paladino starb 1974.
Sauckel Fritz
Fritz Sauckel, geboren 1894, war ein NSDAP-Gauleiter. 1942 wurde er zum Generalbevollmächtigten der Zwangsarbeit in allen deutschen Besetzungsgebieten ernannt. De facto war er also für die Rekrutierung und den Einsatz der Zwangsarbeiter verantwortlich. In Italien versuchte seine Organisation mit spärlichen Erfolg hunderttausende Menschen ins Reich abzuschleppen. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt, das Todesurteil wurde 1946 vollzogen.
Speer Albert

Albert Speer, geboren 1905, war ein Architekt, der eine hervorragende persönliche Beziehung zu Hitler hatte. Er war zwar kein glühender Nazi, dennoch war er der Schöpfer der Parteiparaden und genoss dadurch die Achtung und das Vertrauen des Führers. Nach Fritz Todts Tod, wurde er 1942 zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition ernannt, der die Organisation Todt unterstand. Er wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt und zu zwanzig Jahre Haft verurteilt. Er ist 1981 in London gestorben.

Todt Fritz
Fritz Todt war ein deutscher Ingenieur, der in den 30-er Jahren für die Erbauung des von Hitler gewollten Autobahnsystems verantwortlich war. Am Ende der 30-er gründete er die Organisation Todt mit der Zielsetzung, Zwangsarbeitskraft für den Bau der Verteidigungslinien entlang der Grenze mit Frankreich zu liefern. Während des Krieges leitete seine Organisation den Einsatz der Zwangsarbeit in den Besetzungsgebieten. Er starb 1942 in einem Flugunfall.